ANGEBOT

Das Projekt besteht aus einem Workshop mit flexibler Laufzeit, in dem ein Printmagazin entsteht, das im Bezirk zur kostenlosen Mitnahme ausliegt.

paroli ist ein Projekt für junge Menschen zwischen 13 und 18 Jahren, unabhängig von Herkunft und Deutschkenntnissen.

Im paroli-Workshop beschäftigen sich Jugendliche mit den verschiedenen Sprachen ihres Umfelds journalistisch und literarisch. Besonders zu beachten ist hierbei, dass die Jugendlichen jederzeit sowohl mündlich als auch schriftlich auf ihre Erstsprache bzw. die Sprache ihrer Eltern zurückgreifen dürfen. Die Ergebnisse werden in einer paroli Printausgabe sowie auf dem paroli Blog veröffentlicht. Ergänzt werden die Inhalte, die von den Jugendlichen generiert wurden, durch Texte von freien Autor*innen.

Die paroli-Workshops können im Rahmen des Schulunterrichts sowie als Nachmittagsangebot zum Beispiel in Jugendzentren oder im Ganztag an Schulen stattfinden.

Der Workshop ist ein Zusatzangebot zum Lehrplan und versteht sich als unterrichtsergänzend, wobei interdisziplinär gearbeitet wird. Die Orientierung liegt hier vor allem auf Themen aus den Fächern Deutsch, Ethik und Gesellschaftswissenschaften. Thematiken aus dem Unterricht können im Workshop aufgegriffen werden. Das genaue Thema der Ausgabe wird mit den Jugendlichen demokratisch erarbeitet. Außerdem setzt der Workshop beim Training von sozialen Schlüsselkompetenzen an, die zudem zentrale Punkte im Rahmenlehrplan bilden: „Erfolgreiches interkulturelles Handeln erfordert ein Bewusstsein für die kulturelle Prägung eigener Verhaltens- und Urteilsmuster und setzt die Fähigkeit zur Wahrnehmung, Wertschätzung und kritischen Reflexion kultureller Unterschiede und Handlungsansätze voraus. Auf dieser Grundlage können Strategien entwickelt und umgesetzt werden, die ein konstruktives und erfolgreiches Handeln in einer durch Vielfalt geprägten Gesellschaft und in einer globalisierten Welt ermöglichen.“ Und weiter: Die Jugendlichen sollen für die kulturelle Vielfalt sensibilisiert begeistert werden. „In Kooperation mit Kulturschaffenden erschließen sie sich die Rolle von Kultur in der Gesellschaft und Möglichkeiten, selbst daran teilzuhaben.

Darüber hinaus schafft paroli durch die Beschäftigung mit der Erstsprache Sicherheit und Selbstbewusstsein und hat einen positiven Einfluss auf den Erwerb weiterer Sprachen. Die Motivation der Jugendlichen wird durch ein gemeinsames Hinarbeiten auf eine Printausgabe angeregt. Selbst als Autor*in aufzutreten eröffnet zudem neue Berufsfelder.

Die Jugendlichen können Texte in ihrer Erst-, Zweit- oder auch Drittsprache verfassen. Ziel ist es, sich auf verschiedenen Sprachebenen auszuprobieren und mit den Sprachen zu experimentieren: Wie fühlt es sich an, Texte in einer Sprache zu schreiben, die fremd ist? Wie verändert sich mein Schreiben und wie verändere ich mich? Dabei soll sich jede*r in der Form (Fließtext, einzelne Gedanken in Sätzen) wie auch in der Textgattung (journalistisch, literarisch) ausdrücken, die ihm/ihr naheliegend erscheint, bzw. in welcher er/sie sich wohl fühlt. Dabei gilt immer der Grundsatz: Jeder kann schreiben.

Die Gesamtlaufzeit des Workshops umfasst mindestens sechs Einheiten à 60-120 Minuten und kann beliebig ausgeweitet werden. Die Einheiten könnten zum Beispiel folgendermaßen geplant werden:

Einheit 1: Kennenlernen und Themenfindung
Einheit 2: Literarisches Schreiben – Lyrik
Einheit 3: Literarisches Schreiben – Prosa
Einheit 4: Journalistisches Schreiben
Einheit 5: Layout, Foto und Ton
Einheit 6: Abschlusssitzung und Feedbackrunde

Projektziele:

  • Sensibilisierung der Jugendlichen für ein mehrsprachiges Umfeld und dessen Vorteile
  • Anregung von Diskussionen und Kommunikation; Erwerben von schriftsprachlichen Kompetenzen
  • Erwerb von Medienkompetenzen
  • Anregung zum kreativen und eigenverantwortlichem Arbeiten

© Julia Krautstengel, Eva Schneider, Friederike Mühlbach